Oscar-Verleihung – Das Leben der Anderen

Leserbrief zur Oscar-Verleihung

Der Film „Das Leben der Anderen“ hat zu Recht einen Oscar verdient. Allen Beteiligten sei diese große Auszeichnung gegönnt, insbesondere auch dem groß gewachsenen Autor und Regisseur.
Allerdings hat Florian Henckel von Donnersmarck keine Größe bei der Verleihung bewiesen. Es war sehr kleingeistig, auf Martina Gedeck zu verzichten und statt dessen die Ehefrau mitzunehmen.
Diese mag für ihn zwar privat sehr wichtig sein, was er ja auch bei der Oscarübergabe demonstrieren musste, für den Erfolg des Films dürften aber in großem Maße andere beigetragen haben,
neben Sebastian Koch und Ulrich Mühe eben auch die zu Recht verschnupfte Martina Gedeck.

Michael Bannert ( 1.3.07 )

Antisemitisch, antidemokratisch und antiamerikanisch

Kommentar zu einem Artikel über den Schauspieler Michael Degen, der erklärt hat , wenn er jünger wäre, würde er das Land wegen des Rechtsradikalismus in Deutschland jetzt verlassen.
Der Präsident der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck forderte daraufhin ihn auf, in Deutschland zu bleiben.

Was in Deutschland zusammen passt
Antisemitisch, antidemokratisch und antiamerikanisch: das passt zusammen, rechts wie links in der deutschen Geschichte.

Michael Bannert (28.2.2007 12:19 Uhr)

Schon verloren, bevor das Leben richtig anfängt

Kommentar zum Artikel : Schon verloren, bevor das Leben richtig anfängt“ vom 23.2.07 aus dem Tagesspiegel

Eltern– welcher Herkunft auch immer- , deren Kinder Gesetze und Umgangformen unserer Gesellschaft in der Schule oder in der Freizeit aufs Gröbste misssachten, sollten nicht weiter durch staatliche Leistungen, wie es u.a. das Kindergeld darstellt, von der Gesellschaft alimentiert werden. Leistung nur für Gegenleistung und das heißt: Anerkennung unserer Werteordnung ohne Wenn und Aber. Es kann doch nicht sein, dass die Braven mit ihren Steuern auch noch das Fehlverhalten und die Gewalt der Unwilligen finanzieren.

Merz statt Marx

Kommentar von Michael Bannert (Februar 2007)
Thema: Friedrich Merz

zum Aufsatz von Dirk Niebel, Generalsekretär der FDP, zum politischen Rückzug von Friedrich Merz „Nur die FDP bietet der marktwirtschaftlichen Vernunft eine Heimat“,
erschienen am 8.2.07 im Tagesspiegel
Herr Ernst Kowalski bezeichnet in einem Statement die FDP als Partei der Besserverdienenden ohne soziales Gewissen

Dazu der Kommentar von Michael Bannert

Merz statt Marx
Übrigens Herr Kowalski, Ludwig Erhard hat der Marktwirtschaft das „Wort“ sozial nur beigefügt, um die Marktwirtschaft besser verkaufen zu können und hatte damit Erfolg. Seine Politik war aus den Lehren Vergangenheit eine neoliberale. Nur eine funktionierende Marktwirtschaft kann soziale Wohltaten verteilen. Die derzeitigen wirtschaftlichen und finanziellen Probleme Deutschlands sind nicht durch zuviel sondern durch zuwenig Marktwirtschaft entstanden. Bester Beleg für diese These ist der katastrophale ökonomische und soziale Zustand der DDR 1989. Deshalb Vorsicht vor Parteien, die vor lauter gut gemeinten sozialen Grundsätzen nur Murks fabrizieren.
In diesem Sinne mehr Merz und Ludwig Erhard als Marx und mehr FDP als PDS/Linkspartei.
Michael Bannert (8.2.2007 18:29 Uhr)

Ein Schloss für Berlin Bau billig

Kommentar von Michael Bannert
zum Tagesspiegelartikel vom 24.1.07 von Rüdiger Schaper mit der Überschrift

Ein Schloss für Berlin Bau billig

„Der Tag des Triumphs rückt näher. Für die Schlossfreunde – und für die Schlossfeinde auch. Nach anderthalb Jahrzehnten zum Teil erbitterter Debatten um einen Wiederaufbau glaubt man im Bundesbauministerium, den gordischen Knoten durchschlagen zu haben. Die neuen Planungen sollen das Projekt, das allmählich der öffentlichen Wahrnehmung zu entgleiten droht, verbilligen und damit auch beschleunigen…“

Je früher begonnen wird, desto besser

Die Kritiker des Schlossneubaus haben überhaupt nichts begriffen. Keiner kommt nach Berlin und schaut sich eine grüne Wiese oder dergleichen an, aber bereits den Bau des Schlosses werden viele Touristen begleiten und sie werden dabei viel Geld in Berlin lassen, worüber sich nicht nur der Finanzsenator freuen wird.
Moderne Architekten haben sich genügend in Berlin ausgetobt, jetzt geht es in der Fassade um eine Verbeugung vor Andreas Schlüter und der Kunst damaliger Handwerker. Vor allem geht es aber um die Beseitigung einer kulturhistorischen Schandtat und die Wiederherstellung der historischen Mitte Berlins. Wenn es z.Z. nicht anders geht, dann eben in einer billigen Version, passt ja auch zum Zeitgeist. Spätere Generationen können ja dann den Schlossneubau vervollständigen. Am ersten Schloss wurde schließlich auch Jahrhunderte gebaut.
Je früher begonnen wird, desto besser.
Michael Bannert (24.1.2007 18:22 Uhr)

Antwort von Reinhard Rupsch
Richtig, Herr Bannert!
Die Modernisten konnten sich überall in der Stadt austoben. Am Potsdamer Platz ebenso grenzenlos wie es am Alex möglich wäre – wenn irgendwer wollte.
Aber das Schloss, diese Keimzelle des alten und immer sich wieder regenerierenden Berlins, dieses Schloss sollte wieder Berlins Mitte werden.

Schlüters Barock ist eben wertiger als Spiegelglas und polierter Travertin. Und langlebiger.

Beste Grüße
Reinhard Rupsch (24.1.2007 18:52 Uhr)