Dauerkranke Lehrer

Leserbrief an den Tagesspiegel vom 12.10.07
Thema: Dauerkranke Lehrer

Das ganze System ist dauerkrank, von außen und von innen. Heruntergekommene Fassaden, verwahrloste Klassenräume, fehlendes Material, zu viele vom Elternhaus unzulänglich auf die Schule

vorbereitete Schülerinnen und Schüler, zu spät eingeleitete und nicht zu Ende gedachte Reformen, pauschale Arbeitszeitverlängerungen; kurzum: krank machende Zustände.

Diese kombiniert mit einer leistungsfeindlichen Bezahlung und einem Beamtenstatus, der die Unwilligen auf Kosten der Gesundheit der Engagierten schützt.

Ergo: Viel Arbeit für eine Expertengruppe beim Schulsenator, hoffentlich macht diese Arbeit nicht dauerkrank.

Michael Bannert

Schon verloren, bevor das Leben richtig anfängt

Kommentar zum Artikel : Schon verloren, bevor das Leben richtig anfängt“ vom 23.2.07 aus dem Tagesspiegel

Eltern– welcher Herkunft auch immer- , deren Kinder Gesetze und Umgangformen unserer Gesellschaft in der Schule oder in der Freizeit aufs Gröbste misssachten, sollten nicht weiter durch staatliche Leistungen, wie es u.a. das Kindergeld darstellt, von der Gesellschaft alimentiert werden. Leistung nur für Gegenleistung und das heißt: Anerkennung unserer Werteordnung ohne Wenn und Aber. Es kann doch nicht sein, dass die Braven mit ihren Steuern auch noch das Fehlverhalten und die Gewalt der Unwilligen finanzieren.

Beitrag für das Abibuch 2006 – Gedanken zum Leistungskurs Mathematik

2006
Beitrag für das Abibuch 2006
Gedanken zum Leistungskurs Mathematik

Vor 2 Jahren stand ich vor der Aufgabe, nach mehr als 20 Jahren einen LK Mathematik zu übernehmen. Warum sich eigentlich nicht nach vielen Leistungskursen in PW einer neuen Herausforderung stellen, als Graph Zahl war ich ja schließlich lange genug in der Flasche, offensichtlich einer Rotweinflasche, was unschwer an der Gesichtsfarbe zu erkennen ist.
13 nette, wissbegierige Schülerinnen und Schüler und ein hilfsbereiter Kollege(Herr Gegusch nämlich) und dessen Geist im Hintergrund, das sollte doch zu machen sein. Bereits im 2. Semester deutete sich durch eine gemeinsame Klausur die zukünftige Entwicklung an, im dritten Semester wurde aus den zwei LK-Kursen ein Kurs mit nun 18 Schülerinnen und Schülern.
Nicht jeder/jede begrüßte diese Entwicklung, aber einen Vorteil hatte diese. Es gab bei den Klausuren keine Abstimmungsprobleme mehr. All die schönen Themen der Schulmathematik warteten nun gemeinsam auf uns. Übrigens weit mehr Themen als meine Generation in der Schule zu bewältigen hatte. Wahrscheinlichkeitsrechnung z.B., wer hatte das schon von uns Altvorderen in seiner Schulzeit. Also Anerkennung für all diejenigen, die sich mit unermüdlichem Fleiß und Sorgfalt den unzähligen Aufgaben stellten, und Dank insbesondere denjenigen, die mit ihrer Kreativität die manchmal entscheidenden Impulse gaben oder Rechnungen korrigierten, falls ich mich oder das Lösungsbuch sich auf dem mathematischen Holzweg befanden, den man schnell einschlagen kann, wenn man nicht präzise genug arbeitet, was nun leider für die Mathematik, in der es eben nicht nur um Zahlen geht, unerlässlich ist. Ja, in der Mathematik, der Königsdisziplin der Wissenschaften, gibt es viele Fallgruben, aus denen man sich nur mit Ausdauer und Fleiß wieder befreien kann. Wer das verstanden hat, der hat auch verstanden, dass die Mathematik und die Beschäftigung mit ihr mehr sein können als nur schnöder Unterricht.
Übrigens, Mathematik und Frühstücken müssen nicht unbedingt eine nichtleere Schnittmenge ergeben, dennoch ist es nicht für jeden von uns notwendig und/oder hinreichend, sich bereits beim Frühstück mit Mathematik zu beschäftigen. Alles zu seiner Zeit. In der Tat, es gibt auch ein Leben außerhalb der Mathematik, für dieses wünsche ich allen viel Glück und Erfolg.

22. Schüler fordern und fördern – Die Schule als Jammertal

22. Leserbrief an den Tagesspiegel vom 12.12.2004 (veröffentlicht)

Schüler fordern und fördern „Die Schule als Jammertal“ vom 8. Dezember 2004

Ein Zusammenhang wird immer geflissentlich übersehen bzw. falsch gedeutet, nämlich der zwischen Bildung und Sozialstaat. Schüler meines Leistungskurses „Politische Weltkunde“ haben es auf den Punkt gebracht: Je dichter das soziale Netz geknüpft ist, desto geringer das Bewusstsein und die Bereitschaft, sich um Bildung zu bemühen. Erst wenn Bildung auch von bildungsfernen Schichten wieder als wichtig für das eigene Leben und das ihrer Kinder erkannt wird, wird sich auch das Klima an den Schulen verbessern und in der Folge auch die Ergebnisse bei den PISA-Studien. Eltern und Schüler müssen stärker in die Pflicht genommen werden, auch durch Abbau des überfürsorglichen Wohlfahrtsstaates.

Michael Bannert, Lehrer an der Gabriele-von-Bülow-Oberschule, Berlin-Hermsdorf

Anlässlich der Verabschiedung von Ernst Hoffman, Studiendirektor

2004 Anlässlich der Verabschiedung von Ernst Hoffman, Studiendirektor
an der Gabriele-von-Bülow- Schule

HOFFMANSCHE FUNKTIONSGLEICHUNG

f(x) = (2,85 ּ 10log1000)2 – (34 ּ15 – 15 + 1020 xsin π )

Bestimmen Sie den Funktionswert an der Stelle x0 = 15.121.945!
Gabriele–von–Bülow–Oberschule, den 8. Dezember 2004
Leistungskurs – Mathematik 1.Semester 2004